Lieber gar nichts sagen

Lieber gar nichts sagen

Englisch als Klotz am Bein. Leute, die es gewohnt sind, einen perfekten Job abzuliefern, empfinden ihr Englisch oft als zu schlecht und bevorzugen es deshalb lieber erst gar nicht zu sprechen.
Folgende drei Mythen blockieren dabei oft:

1. Englisch kann jeder

Englisch braucht man heute fast in jedem Job. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle anderen perfekt Englisch sprechen. Nur ca. 360-380 Millionen Menschen sind Native Speaker (der Großteil davon in den USA). Bis zu einer Milliarde Menschen sprechen hingegen laut Schätzungen Englisch als Zweit- oder Fremdsprache. 

2. Eingerostet = Verloren?

Das Englisch aus der Schulzeit mag zwar eingerostet sein, aber nicht verloren. Mit der richtigen Einstellung und etwas Übung kann das Wissen schnell wieder aktiviert werden. Vor allem bei Grammatik und Wortschatz ist bei meinen Kunden meist ein sehr guter Grundstock da. 

3. Kollektives Trauma

Was in der Schule leider oft zu kurz kam, ist das Sprechen. Viele von uns haben gelernt, dass nur richtige Antworten erwünscht sind. Wer Fehler macht, sollte also besser gar nichts sagen. 

Die Realität sieht anders aus. Im Business wie Privat geht es in erster Linie darum, dass Kommunikation stattfinden kann, die Botschaft richtig rüberkommt und man eine Verbindung mit dem Gesprächspartner herstellt. Ein Grammatikfehler hie und da wird kaum hinderlich sein.

Wer sich also beim Sprechen gehemmt fühlt, sollte sich das bewusst machen und dieses schlechte Gefühl gedanklich wieder an die Schule zurück geben. Es hat keine Daseinsberechtigung mehr.